Wie viele Männer haben Gynäkomastie? 

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Gynäkomastie bezeichnet eine Vergrößerung des Gewebes der Brustdrüsen bei Männern. Sie kann einseitig oder beidseitig auftreten und ist oft harmlos, kann aber für Betroffene psychisch belastend sein. Die Hauptfrage des Beitrags ist: wie viele Männer haben Gynäkomastie?

Warum tritt Gynäkomastie auf?

Gynäkomastie entsteht in der Regel durch ein Ungleichgewicht zwischen den Sexualhormonen Testosteron und Östrogen. Obwohl Männer hauptsächlich Testosteron produzieren, haben sie kleine Mengen von weiblichen Geschlechtshormonen, die das Wachstum von Brustgewebe fördern.

Wenn das Verhältnis dieser Hormone gestört ist, kann Gynäkomastie auftreten. Das heißt, wenn der Östrogenspiegel erhöht ist, ähnelt die männliche Brust einer weiblichen Brust.

Häufige Ursachen der Gynäkomastie

1) Hormonelle Veränderungen

  • In der Pubertät (30–60 % der Jungen betroffen, oft vorübergehend)
  • Im hohen Alter (Testosteronspiegel sinkt, bis zu 65 % der Männer betroffen)
  • Bei Neugeborenen (durch mütterliches Östrogen, meist vorübergehend)

2) Medikamente und Substanzen

  • Anabolika und Testosteronersatz-Therapien
  • Einige Anti-Depressiva und Anti-Psychotika
  • Blutdrucksenker, Medikamente für den Magen (z. B. Omeprazol)
  • Drogen wie Cannabis, Heroin, Alkohol

3) Erkrankungen

  • Erkrankungen der Leber (z. B. Leberzirrhose, beeinträchtigt Hormonabbau)
  • Nierenerkrankungen (hormonelle Dysregulation)
  • Probleme mit der Schilddrüse (zu viel oder zu wenig Schilddrüsenhormone)
  • Hormonproduzierende Tumore (z. B. an den Hoden oder Nebennieren)

4) Übergewicht

Fettzellen wandeln Testosteron in Östrogen um, wodurch es zu einer hormonellen Verschiebung kommt. Oft ist hier die Rede von Pseudogynäkomastie durch vermehrtes Fettgewebe und Vergrößerung der Brustdrüsen.

5) Klinefelter-Syndrom (KS)

Das ist eine genetische Erkrankung, die nur Männer betrifft. Sie entsteht durch eine zusätzliche X-Chromosom-Kopie (XXY statt XY) und führt zu hormonellen und körperlichen Veränderungen. Es ist eine der häufigsten genetischen Ursachen für Gynäkomastie. Etwa 50–75 % der betroffenen Männer entwickeln eine vergrößerte Brustdrüse, die oft dauerhaft bestehen bleibt.

Unterschied zwischen Gynäkomastie und Pseudogynäkomastie

Obwohl beide Begriffe eine Vergrößerung der männlichen Brust beschreiben, gibt es entscheidende Unterschiede:
Merkmal
Echte Gynäkomastie
Pseudogynäkomastie
Ursache
Vermehrung von Drüsengewebe durch hormonelle Veränderungen
Vermehrung von Fettgewebe, meist durch Übergewicht
Hormonelle Beteiligung
Ja, entsteht durch ein Ungleichgewicht von Testosteron und Östrogen
Nein, entsteht durch Fettablagerungen
Tastbefund
Fester, drüsenartiger Knoten hinter der Brustwarze tastbar
Weiches, gleichmäßiges Fettgewebe ohne feste Knoten
Falls Unsicherheiten bestehen, kann eine ärztliche Untersuchung (z. B. Ultraschall oder Body Mass Index) helfen, die Ursache zu klären. Eine andere Form ist die idiopathische Gynäkomastie. Bei dieser Art können keine eindeutigen Ursachen gefunden werden.

Häufigkeit der Gynäkomastie

  • Neugeborene: Etwa 60–90 % haben eine vergrößerte Brust. Das liegt an den weiblichen Hormonen der Mutter und verschwindet innerhalb weniger Monate.
  • Pubertät: Während der Pubertät bekommt etwa 30–60 % der Jungen eine Gynäkomastie. Hormonelle Schwankungen sind die Ursache.
  • Erwachsene Männer: Etwa 20–30 % der Männer zwischen 20 und 50 Jahren sind betroffen. Häufig liegt es an Medikamenten oder Krankheiten.
  • Ältere Männer: Ab 50 Jahren kommt es wieder häufiger vor. Bis zu 65 % der Männer haben es, oft wegen eines altersbedingten Rückgangs des Testosteronspiegels.

Behandlungsmöglichkeiten für Gynäkomastie

Milde Fälle bei Jugendlichen oder Neugeborenen brauchen oft keine Behandlung. Das Brustgewebe bildet sich in der Regel von selbst zurück. Übergewichtige können durch gesunde Ernährung und Sport die Brustgröße reduzieren. Auf Drogen und Alkohol sollte man verzichten.

Wenn die Brust größer geworden ist, weil man Medikamente, Hormone oder eine Krankheit hatte, sollte man das behandeln. Falls Tabletten dafür verantwortlich sind, kann man zu einem anderen Medikament wechseln. Wenn die Hormone nicht im Gleichgewicht sind, hilft eine Testosterontherapie.

Medikamentöse Therapie mit Tamoxifen kann helfen, die Brust kleiner zu machen, indem es die Wirkung von Östrogen blockiert. Aromatasehemmer (z. B. Anastrozol) verhindern, dass aus Testosteron Östrogen wird und können so das Wachstum des Brustgewebes bremsen.

Wenn eine Brustverkleinerung durch Medikamente oder Hormontherapien nicht möglich ist, kann sie durch plastische Chirurgie verändert werden. Wenn es am Fettgewebe liegt, kann eine Fettabsaugung in der Türkei oder eine Mastektomie helfen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Gynäkomastie ist weit verbreitet und betrifft Männer jeden Alters. Meistens ist sie harmlos und geht vorüber, aber sie kann auch psychisch belastend sein. Wenn die Brustschwellung sehr stark ist oder Schmerzen verursacht, sollte man zum plastischen Chirurgen gehen. Cosmedica Aesthetic bietet Gynäkomastie OP in der Türkei an – aktuell ein sehr beliebter Eingriff bei Männern.